Die Candidate Journey: Was erleben Bewerber:innen bei Ihnen?
22. Juni 2022

Das ist unser Obstkorb. Und trotzdem bleiben die Bewerbungen aus.

 

 

Das ist unser Obstkorb.
Und trotzdem bleiben die Bewerbungen aus.

Viele Unternehmen sind verzagt: „Wir haben doch schon den roten Teppich ausgerollt, wir bieten New Work – es gibt einen Obstkorb, flache Hierarchien, Gleitzeit, Mental Health-Programme, Stehtische, Firmenhandy, Laptop und da hinten steht sogar ein Wuzzler. Was müssen wir denn noch bieten?“

Der Wettbewerb der Anreize ist im Gange.

Firmen kämpfen mit Goodies und Benefits ums Personal. Und alle glauben, die Bewerber:innen damit in Scharen anzulocken.

Aber die zieren sich.

Vielleicht weil viele von ihnen ein gutes Gespür entwickelt haben und merken: Da ist was faul. Und es ist nicht der Apfel in der Obstschale.

Passt der Wuzzler ins Unternehmen?

Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln möchten, planen ihren Wechsel meist sorgfältig. Dazu informieren sie sich über mögliche Arbeitgeber – in den Stellenanzeigen, auf der Website und in den Social-Media-Kanälen.

Was bekommen sie bei Ihnen zu sehen?
Welche Employer Brand präsentieren Sie Ihren zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Können Sie authentisch vermitteln, welche Werte in Ihrem Unternehmen gelebt werden?

Fragen über Fragen.

Bitte wo stehen Obstkorb und Wuzzler für New Work?
In coolen Startups?
Beim Steuerberater?
In einer Bank?
Und wieso stehen sie dort eigentlich? Ist es wirklich das, was die Mitarbeiter:innen wollen?

 

Aspekt 1: Haben Sie Ihr Team schon einmal gefragt? Wissen Sie denn, wie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten möchten?

Manchmal halten wir ihnen ein Eis hin, obwohl sie schon eines in der Hand haben. Wir brauchen uns nicht wundern, wenn wir es postwendend zurückbekommen.

Aspekt 2: Firmen, die sich mit anderen vergleichen, machen die anderen zum Maßstab ihres Handelns. Ist es nicht sinnvoller herauszufinden, wer man selbst ist und wo man sich als Unternehmen hin entwickeln möchte?

 

Homeoffice: wichtige Fragen, ehrliche Antworten

Natürlich ist das Thema Homeoffice momentan ein Knackpunkt. Wer lässt sich da nicht vom Mitbewerb oder von gehypten Vorzeigebetrieben (ver)leiten?
Aber Unternehmen unterscheiden sich. Vor allem in ihren Werten und Kulturen: Was in einem Betrieb funktioniert, schlägt im anderen fehl.

Es führt also kein Weg daran vorbei, sich selbst zu committen:

  • Warum können wir keine Homeoffice-Jobs anbieten?
  • Wieso glauben wir, dass die Mitarbeiter:innen im Homeoffice nicht effizient arbeiten?
  • Wie definieren wir Leistung?
  • Warum müssen unsere Mitarbeiter:innen ihre Leistung zwischen 9 und 17 Uhr erbringen?

Und nicht zuletzt:

Wie lautet die Mission unseres Unternehmens?
Wurde gemeinsam daran gearbeitet?
Wissen alle Mitarbeiter:innen, wo die Reise hingeht?
Dann wissen doch auch alle, was sie zu tun haben! Egal, wo sie sitzen.

Bringen Sie Ihre Werte in Position – nach innen und nach außen!

Employer Branding und New Work – die Buzzwords der HR. Aber bevor wir uns darum kümmern, brauchen wir schon wieder eine Antwort.
Diesmal auf die Frage: Welche Werte stecken in der DNA Ihres Unternehmens?
Warum? Weil immer mehr Menschen wissen wollen, wofür das Unternehmen steht, für das sie arbeiten.

Aus meiner Erfahrung sind es weder der Obstkorb noch der hippe Stehtisch, deretwegen Bewerber:innen ihre Arbeitsverträge unterschreiben.
Heutzutage gibt immer öfter die Firmenkultur den Ausschlag.

Machen Sie den Value Check:

  • Für welche Werte steht Ihr Unternehmen?
  • Wer hat diese Werte definiert?
  • Werden die Werte klar, verständlich und nachvollziehbar kommuniziert?
  • Wie und woran erkennt man Ihre Unternehmenswerte?
  • Lassen sich die Werte in den Arbeitsalltag gut integrieren?
  • Wer hält sich an die Werte? Die Führungskräfte? Die Mitarbeiter:innen? Alle?
  • Gehören Wertschätzung und Anerkennung zu Ihren Werten?
  • Stimmen Ihre Werte mit denen Ihrer Mitarbeiter:innen überein?
  • Warum sind langjährige Mitarbeiter:innen noch im Unternehmen?

Menschen wollen sich wohlfühlen. Unternehmen, die sich im Bewerbungsprozess authentisch präsentieren, werden die Mitarbeiter:innen bekommen, die zu ihnen passen.

Freude, Klartext, Vertrauen: Is it a Match?

Wir bei Lindlpower haben unsere Werte längst definiert. Wir achten darauf, dass die Persönlichkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unserer Unternehmenskultur passt.

Wir sehen es so:

  • Lebenslauf? Ja eh.
    Fachliche Eignung und Skills sind wichtig, aber längst nicht entscheidend.
  • Wichtiger ist das gemeinsame Mindset – wir wollen mit derselben Leidenschaft an unseren Projekten arbeiten.
  • Wichtiger ist, dass wir mutig genug sind, miteinander neue Wege zu gehen.
  • Wichtiger ist, dass wir auf unsere Stärken fokussieren und uns gegenseitig ergänzen.
  • Wichtiger ist, dass wir nie aufhören zu lernen – und uns miteinander weiterentwickeln wollen.
  • Wichtiger ist, dass wir füreinander da sind – und uns menschlich und empathisch zeigen.

Wie ist das in Ihrem Unternehmen? Schreiben Sie mir, ich freue mich auf einen spannenden Austausch.

Ihre
Alexandra Hefner

 

 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern manchmal nur die männliche Form – die verkürzten Begriffe gelten für alle Geschlechter und beinhalten keine Wertung!
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