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Beziehung statt One-Night-Stand

02.12.2015 von Alexandra Hefner


Wer sich beruflich neu orientiert, ist selten auf der Suche nach einer kurzen Affäre. Aber wie wahrscheinlich ist eine stabile, langfristige Beziehung, wenn man sich gar nicht wirklich kennt?

Menschenkenntnis aus der Schublade?

Je älter wir werden, desto sicherer sind wir uns, eine praktisch nicht zu überlistende Menschenkenntnis zu haben. Wir brauchen maximal drei Minuten, um unser Gegenüber in einem kurzen Gespräch menschlich einzuschätzen – glauben wir. Die nüchterne Wahrheit ist aber, dass wir in der Regel bloß aus Erfahrung schubladisieren und das mit ein bisschen Küchenpsychologie würzen.
Wie gelingt es dann guten Personalisten, die richtigen Personen in die richtigen Positionen in den passenden Firmen zu vermitteln?

Fachliche Eignung? Ja eh!

Profis wie wir schaffen es in kürzester Zeit, einen Lebenslauf FACHLICH zu durchleuchten und herauszufinden, ob jemand MS Excel beherrscht oder nach IFRS bilanzieren kann. Das ist höchst effizient und müsste eigentlich Gold wert sein, wenn es darum geht, das optimale, neue Teammitglied mit dem passenden Unternehmen zu matchen. Es reicht aber nicht!

One-Night-Stand oder langfristige Beziehung?

Denn die noch wichtigere Frage ist, ob jemand von der Persönlichkeitsstruktur in ein Team und zur Unternehmenskultur passt. Und hier schaut es mit schnellen Antworten schon ganz anders aus. Da zählen nicht die offensichtlichen „Sympathiewerte“, auch nicht die Soft Skills aus dem Lebenslauf. Sondern Eigenschaften, die ein Unternehmen, ein Projekt, ein Team weiterbringen – auch durchaus mit Reibung.

LINDLPOWER setzt daher schon seit vielen Jahren auf Personality Recruiting, auf den sogenannten Social bzw. Cultural Fit zwischen Unternehmen und Bewerbern: Wir evaluieren, ob der Mitarbeiter nicht nur die fachlichen Qualifikationen mitbringt, sondern auch zur Kultur des Unternehmens passt.

Aus dieser oft beiläufig als Intuition bezeichneten Kompetenz haben wir längst professionelle Tools kultiviert. Ich würde sogar sagen, das optimale „Matching“ – fachlich und vor allem persönlich – ist mittlerweile unsere Kernkompetenz.

Fehlt allerdings noch eine Königsregel, die für alle Beteiligten gilt und schon den Bewerbungsprozess, aber vor allem später den Arbeitsalltag erleichtert: Zeigen Sie, wer Sie sind, und nicht das, wovon Sie glauben, dass es am besten ankäme. Schließlich suchen Sie ja eine langfristige Beziehung und keinen One-Night-Stand.

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