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Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

12.12.2013 von Regina Schinnerl

Eine kleine Aufmerksamkeit an Kunden oder Geschäftsfreunde verschafft einen Sympathiebonus und macht jede Beziehung persönlicher. Optimalen Anlass bietet besonders die Weihnachtszeit und alles Jahre wieder stellen wir uns die Frage, was schenken wir heuer?

Wenn man sich im Internet Anregungen holt, stößt man auf Hotel- und Restaurantgutscheine, auf Schokolade, Kalender oder  italienische Teigwaren. Eigentlich empfiehlt es sich aber auf Unkonventionelles zu setzen und Geschenke mit persönlicher Note zu schenken, um in Erinnerung zu bleiben.

Viele Firmen wählen daher lieber den Weg, an Stelle von Kunden, bedürftige Menschen über eine karitative Einrichtung zu beschenken und die Geschäftspartner darüber zu informieren.

Eine weitere Möglichkeit wäre, antizyklisch zu schenken. Also Geschäftspartnern nicht ausgerechnet an Weihnachten, sondern zu einem anderen Zeitpunkt – z. B. zum Geburtstag – eine kleine Zuwendung zukommen zu lassen. Die Geschenke gehen dann nicht in der Masse unter.

Kunden freuen sich auch, wenn wir uns Zeit nehmen und mit ihnen - nicht ausgerechnet in der hektischen Vorweihnachtszeit - auf ein Frühstück oder Business Lunch gehen.

Wofür auch immer Sie sich entscheiden, es ist in jedem Fall interessant, die steuerlichen Hintergründe bei Kundengeschenken zu kennen: (Quelle Wirtschaftskammer)

Einkommensteuer:
Weihnachtsgeschenke für Kunden und Geschäftspartner sind üblicherweise nicht als Betriebsausgabe absetzbar. Derartige Kosten fallen unter den so genannten "nicht abzugsfähigen Repräsentationsaufwand“.

Sehr wohl als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können solche Kundengeschenke, die aus Gründen der Werbung überlassen werden. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Gegenstände geeignet sind, eine entsprechende Werbewirkung zu entfalten. Dies ist beispielsweise bei Kugelschreibern, Kalendern, Feuerzeugen oder Wein etc. dann der Fall, wenn sie mit der Firmenaufschrift oder dem Firmenlogo versehen sind.

Umsatzsteuer:
Auch Kundengeschenke unterliegen grundsätzlich der Umsatzsteuer, unter der Voraussetzung, dass für sie ein gänzlicher oder teilweiser Vorsteuerabzug möglich war. Ausgenommen sind nur Geschenke von geringem Wert oder Warenmuster. Ein geringer Wert ist bis € 40,-- (ohne Umsatzsteuer) anzunehmen, wobei die an einen Empfänger pro Kalenderjahr abgegebenen Geschenke diese Grenze nicht übersteigen dürfen. Aufwendungen für geringwertige Werbeträger wie Kugelschreiber sind vernachlässigbar und sind nicht in die  € 40,- Grenze mit einzurechnen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass "echte“ Weihnachtsgeschenke, also keine Werbeartikel bzw. Warenproben, für Kunden weder als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können, noch das Recht zum endgültigen Vorsteuerabzug besteht, sofern die Grenze von € 40,- überschritten wird.

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