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HR-Stammtisch mit Mag. Karin Mair

17.01.2013 von Martina Schipfer

Ein besonders spannendes Thema stand bei unserem letzten Wiener HR-Stammtisch auf dem Programm: Mag. Karin Mair, National Leader Forensic bei Deloitte Österreich, erzählte zum Thema „Österreich - ein Land der Korruption?“ aus ihrem Arbeitsalltag. Es war interessant zu erfahren, wie Unternehmen in der Praxis vorgehen können (oder müssen), wenn Korruptions- oder Betrugsverdacht besteht.

Karin Mair überzeugte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Procacci davon, dass ein gutes Arbeitsklima die beste Vorbeugung gegen kriminelle Aktionen von Mitarbeitern ist. Sie stärkte außerdem bei allen Anwesenden das Bewusstsein, dass Unternehmen viel vorsichtiger mit Daten umgehen müssen. So könne man beispielsweise auch von langjährigen Mitarbeitern keine 100%ige Diskretion erwarten und dürfe in Zeiten digitaler Medien nicht vergessen, wie leicht die Weiterleitung sensibler Daten möglich ist. Während viele Unternehmen angesichts der betrügerischen Energie mancher Mitarbeiter bereits dazu übergehen, spezielle Verhaltenshandbücher einzuführen, dürfe man deren Wirkung nicht überbewerten. Sie seien oft so strikt und detailliert gestaltet, dass ihre Anweisungen in der Praxis leider nicht umgesetzt werden könnten.

Auch Karin Mairs Ausführungen in Bezug auf Lobbying waren durchaus kritisch. Zwar wird es sich auch in Zukunft nicht vermeiden lassen, Geschäftspartner etwa zum Essen einzuladen. Jedoch sollten Einladungen und Präsente nur in einem „angemessenen“ Rahmen stattfinden und auf jeden Fall offen kommuniziert werden.

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