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Feiertage: Des einen Freud, des anderen Leid.

07.01.2015 von Regina Schinnerl

Mit drei Urlaubstagen (wenn der 24. und 31.12. laut Kollektivvertrag nicht als zwei halbe Tage gearbeitet werden mussten) konnten die österreichischen Dienstnehmer zuletzt fast zwei  Wochen Urlaub genießen. Für uns Arbeitnehmer sind solche Feiertage, vor allem wenn sie so günstig fallen, erfreuliche „Zusatzferien“.

Dem österreichischen Arbeitgeber entstehen jährlich durch die insgesamt 13 Feiertage erhebliche Kosten, da diese neben den Urlaubstagen als beträchtlicher Teil der bezahlten Nichtanwesenheitszeiten zu Buche schlagen und somit mehr als 5% der Lohnnebenkosten ausmachen.

Die Feiertage oder „arbeitsfreien Tage“ in Österreich werden entweder nach Bundes- bzw. Landesrecht verbindlich eingeführt oder per Kollektivvertrag zwischen den Sozialpartnern vereinbart, wobei die gesetzlichen Feiertage nach Bundesrecht im Arbeitsruhegesetz geregelt sind.

Zusätzlich gibt es Feiertage nach Landesrecht, die in den jeweiligen Bundesländern gelten und dort oft nur Schulen, Ämter und Behörden betreffen.

Österreich liegt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern mit seinen Feiertagen übrigens im Spitzenfeld. Platz 1 belegt Finnland mit 14 arbeitsfreien Feiertagen, dicht gefolgt von Portugal und Österreich mit je 13 Tagen. Italiener, Schweden und Belgier haben elf Feiertage. Deutschland liegt mit neun Feiertagen im unteren Mittelfeld. Die wenigsten Feiertage gibt es in Großbritannien mit acht bzw. in den Niederlanden mit sieben Tagen.

Wir wünschen allen, die die Feiertage umfassend nutzen konnten, ein tollen Arbeitsstart im neuen Jahr. Der nächste Feiertag ist übrigens erst der Ostermontag, am 6. April!

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