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Erzählen Sie ruhig alles doppelt und dreifach!

14.05.2014 von Martina Schipfer

Unlängst wandte sich eine Freundin an mich. Sie war gerade auf Jobsuche und erzählte mir: „Ich habe mich direkt bei einem Unternehmen vorgestellt. Es begann damit, dass ich mich online beworben habe und danach eine Recruiterin mit mir ein telefonisches Vorinterview geführt hat. Ich bin dann von ihr direkt zu einem ersten Gespräch eingeladen worden. Danach meinte sie, sie würde mich der Abteilung vorschlagen, für die sie sucht. Ich habe auch wirklich eine Einladung erhalten und sollte den zukünftigen Vorgesetzten kennen lernen. Das Gespräch war eigentlich ganz gut, wir waren uns sympathisch. Aber eines wunderte mich: Ich wurde immer dasselbe gefragt. Glauben die mir nicht? Oder habe ich etwas nicht gut erklärt?“

Ich konnte sie beruhigen, bei großen Unternehmen sind mehrere Gesprächsrunden, mit immer neuen Ansprechpersonen durchaus keine Seltenheit. Und natürlich ähneln sich in allen Gesprächen die Fragen stark. Wenn man mit jemandem reden kann, lernt man ihn ganz anders kennen, als wenn man nur über ihn liest. Jeder neue Ansprechpartner möchte Sie daher auch im persönlichen Gespräch kennen lernen. Eine gewisse „Chemie“ kann man nirgends herauslesen, die muss man fühlen und die ist - wenn man zusammenarbeiten will – neben den fachlichen Qualifikationen ein wichtiges Entscheidungskriterium!

Sicher hatten sowohl die Recruiterin als auch der zukünftige Vorgesetzte den CV meiner Freundin gelesen. Trotzdem war es für sie interessant und noch aussagekräftiger, die Fakten aus ihrem Mund noch einmal zu hören. Man kann nachhaken oder mit Fragen wie  „Was hat Sie besonders interessiert?“ oder „Was ist Ihnen nicht gelegen?“ eine Thematik vertiefen. Auch wie etwas geschildert wird, lässt inhaltliche Rückschlüsse zu.

Ich konnte meine Freundin nicht nur beruhigen, sondern ihr auch einen Tipp geben: Nämlich nicht zu sagen „Das hab ich eh alles schon erzählt.“. Das kommt leider nicht so gut an.

 

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