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Bungeejumping im Lebenslauf?

24.01.2014 von Isabella Kirchmayer

Soll man seine Freizeitbeschäftigungen im Lebenslauf angeben? Und wenn ja: Soll man dabei ein bisschen „sozial erwünscht“ agieren?

Unsere Hobbys repräsentieren unsere Identität. Nicht nur vor unseren Freunden und Bekannten, auch vor unserem zukünftigen Arbeitgeber. Doch welche davon soll man erwähnen und welche am besten für sich behalten?

Zeigen Sie wer Sie sind!
Wenn wir im Lebenslauf unsere bisherigen beruflichen Stationen und Tätigkeiten anführen, sagt das nicht genug darüber aus, wer wir wirklich sind. Da bietet uns die Angabe unserer Hobbys eine weitere Möglichkeit, uns unserem zukünftigen Arbeitgeber zu präsentieren.

Sind Hobbys wirklich wichtig? Und kann man von Hobbys wirklich auf die Persönlichkeit schließen? Laut einer Umfrage gelten Hobbys wie Bungeejumping oder Motorradrennen als Extremsportarten und deuten auf eine hohe Risikobereitschaft hin. Andererseits gehören Freizeitbeschäftigungen wie Schwimmen, Lesen und Laufen mittlerweile zu den Standardangaben und werden schnell als 08/15-Hobbys eingestuft.

Der größte Dorn im Auge sind den Personalverantwortlichen Zeitvertreiber wie Computer spielen oder Fernsehen. Sie sind absolute Lebenslauf-„Killer“ und werden mit Antriebslosigkeit und Faulheit in Verbindung gebracht.

Seien Sie vorbereitet!
Auch wenn die Angaben von Hobbys kein Muss-Kriterium für einen Lebenslauf sind, können sie doch hilfreich sein. Im besten Fall bieten Sie eine lockere Gesprächsbasis während Ihres Vorstellungstermins.
Hier gilt dann vor allem: Glänzen Sie mit Wissen! Seien Sie auf Fragen Ihres Gegenübers vorbereitet und erwähnen Sie nur Steckenpferde, die Sie oft und mit Herzblut ausüben.
Beispiel: Wenn Sie in Ihrem Lebenslauf als Hobby „Kochen“ angeben, sollten Sie zumindest einen Kochkurs absolviert haben oder wenigstens von gemeinsamen Koch-Sessions mit Freunden erzählen können. Wenn diese regelmäßig in einen Spielabend münden, zeigt das gleichzeitig Ihre Geselligkeit. Aus einem Standard-Hobby machen Sie so einen weiteren Pluspunkt in Ihrem Lebenslauf.

Hier meine persönlichen Tipps:

  • Geben Sie maximal vier bis fünf Hobbys in Ihrem Lebenslauf an.
  • Erwähnen Sie nur Hobbys, die Sie aktuell und vor allem regelmäßig ausüben.
  • Bewahren Sie sich selbst vor peinlichen Fauxpas und seien Sie auf Rückfragen Ihres Gegenübers eingestellt sind bzw. erzählen Sie keine Lügen.
  • Wenn Sie über Ihre Freizeitbeschäftigungen nichts sagen können, erwähnen Sie sie sicherheitshalber gar nicht.
  •  Präzisieren Sie Ihre Angaben: z.B. Joggen (täglich 10 km), Tennis (seit 5 Jahren im Verein XY), Tanzen (2x wöchentlich in der Tanzschule XY)
  • Und zu guter Letzt: Erzählen Sie von Ihren Hobbys! Mit professioneller Begeisterung, ohne dabei den Fokus zu verlieren. Und wer weiß, vielleicht treffen Sie bei Ihrem Gegenüber auf einen Hobby-Genossen! :-)

 

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