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Bitte um ehrliche Selbsteinschätzung!

27.05.2014 von Martina Schipfer

Es ist immer gut, wenn man sich hohe Ziele steckt oder man bereit ist für Veränderungen. Ich selbst zum Beispiel hätte noch vor drei Jahren nie gedacht, dass ich meinen Traumjob in der Buchhaltung und im Controlling finden würde.

Aber man muss auch immer realistisch bleiben und noch vor einer Bewerbung die eigene Qualifikation und Eignung ehrlich einschätzen. Ich weiß, dass ich mich mit meinem Wissen sehr gut auf Assistenz-Positionen bzw. Einstiegspositionen in der Buchhaltung bewerben kann. Aber als Leiterin einer Controlling-Abteilung wäre ich zweifellos unterqualifiziert. ;)

Wenn der ausgeschriebene Job noch so spannend klingt, das Umfeld noch so international und das Team noch so jung und dynamisch ist – zuallererst müssen Sie sich schonungslos fragen: „Habe ich die nötigen Qualifikationen?“ Haben Sie die Erfahrung, die gefordert wird, die gewünschte Ausbildung, die persönlichen Eigenschaften und Soft Skills?

Wenn Sie bei einem Großteil des Anforderungsprofils passen müssen, sollten Sie der Realität ins Auge blicken: Das wird nichts werden – weder mit einer Einladung zum persönlichen Gespräch und schon gar nicht mit dem Job an sich.
Können Sie einige Punkte aus dem Anforderungskatalog erfüllen? Dann wird es davon abhängen, wie viele andere Bewerbungen es für die Position gibt.
Erfüllen Sie das Anforderungsprofil im Großen und Ganzen? Gratulation! Rechnen Sie damit, dass Sie kontaktiert werden.  

Was tun, wenn Ihr absoluter Traumjob inseriert ist? Wenn Sie merken, dass Ihnen Qualifikationen dafür fehlen, wissen Sie jetzt zumindest, was von Ihnen gefordert wird, um tatsächlich einmal so eine Position besetzen zu können. Nehmen Sie diese Hinweise ernst, bauen Sie Ihre Erfahrung aus, frischen Sie Wissen auf, Lernen Sie Neues, bleiben Sie dran…

Und wenn Sie auf Ihre Bewerbung eine Absage bekommen, die Sie so überhaupt nicht nachvollziehen können, weil Sie selber denken, dass Sie der ideale Kandidat oder die ideale Bewerberin sind, dann fragen Sie nach. Seriöse Personalberater/innen und jede/r HR-Verantwortliche/r gibt gerne Auskunft darüber, warum es nicht geklappt hat.

Ein Tipp dazu: Machen Sie das lieber telefonisch als per E-Mail. Auch wenn es manchmal vielleicht nicht beim ersten Mal klappt, den gewünschten Gesprächspartner zu erreichen, telefonisch ist es persönlicher und Sie hinterlassen einen prägenderen Eindruck. Wer weiß, wofür der später noch einmal gut sein kann.

 

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